Ein spaziergang in Excideuil

Ein spaziergang in Excideuil

Das alte Dorf Sankt-Thomas, Kern der Stadt, hat mehrere fesselnde Merkzeichen von seiner Vergangenheit. Ein Rundweg erlaubt eine kurze Besichtigung (Dreiviertelstunde).


Vom Schlossplatz führt die Strasse « des Cendres », deren Namen an den grausamen Brand erinnert, der das Dorf zur Zeit seiner Erstützung im Jahre 1420 verwüstete, den Spaziergänger zum Bugeaud Platz, im Stadtzentrum. Beim Hinaufsteigen der Strasse « des Cendres » kann man das Portal mit dem Vordach des ehemaligen « Hôtel de Magnac » (XVIII. Jahrhundert), und einige ältere Ueberbleibsel bewundern : eine Bogenöffnung mit einer Klammerverzierung deren rechter Teil heute vermauert ist, ein Haus mit einem Mauervorsprung am Ausgang der engen St-Georges Strasse. Ein Umweg in derselben Gasse lässt bildschöne mittelalterliche verborgene Winkel entdecken. Am entgegengesetzten Ende dieser Strasse liegt der Ausgang auf die Cordeliers Strasse (die heutige Jean-Jaurès Strasse) ; ein skulptiertes Fensterchen des XV. Jahrhunderts zwingt den Liebhaber seinen Blick hoch zu erheben.

Benso er sechs Tage wochentlich friedlich ist, so wird der dreieckige und sehr abschüssige Bugeaud Platz, mit seinem schönen Turm vom XVI. Jahrhundert und seinem brausenden Brunnen, geschenk des Feldmarschalls Bugeaud, am Donnerstag, der Markttag, sehr belebt. Ganz oben die St-Thomas Kirche, mit einem Vorbau des XV. Jahrhunderts ausgeschmückt.

Auf der westlichen Seite, neben dem grossen Portal, eine blinde Bogenwölbung mit Diamantenspitzen, Ueberbleibsel der frühromanische Kirche. lnwendig steht, in einer Seitenkapelle, ein schönes Altarblatt aus vergoldenem Holz des XVII.Jahrhunderts ; eine Nische in der südlichen Wand beherbergt eine vielfarbige Pieta des XVI. Jahrhunderts. Gegenenüber dem Hauptportal der Kirche liegt der Stadtteil der ehemalige Komturei St-Antoine. Er ist wegen einem Komplex alter Häuser bemerkbar, deren zwei geschickt restauriert wurden. Ein schönes verdoppeltes Fenster des XV. Jahrhunderts oben in der St-Antoine Strasse, ein hohes Kamin des XVI. Jahrhunderts sowie vielkantige Türmchen in einem Nebenhaus. Von der St-Antoine Strasse führt die Porte-Piquet Strasse zu den Vormauern die das Dorf Nord-Westlich, Nördlich und Östlich umringen. Ihre Mauern beschützen noch die breiten Gärten ehemaliger adeligen Wohnungen wie das Haus Porte-Piquet (XVII. Jahrhundert) und ebenso, den östlichen Wall überragend, der Garten des ehemaligen Hotel de Lestrade in der Jean-Chavoix Strasse, vom XVII. Jahrhundert. Der Rundgang um die Wälle empfehlt sich, mit schönen Aussichten auf das Tal und das ringsumherliegende Land, und führt den Spaziergänger zum Marktplatz, wovon die Champ-de-Foire Strasse ihn zur Cordeliers Strasse (heute Jean-Jaurès Strasse) führt. In dieser Handelsstrasse kann er die Fassade und den Innenhof des Hôtel de Vendeuil (XVIII. Jahrhundert) bewundern. Diesen Ort verlassend wird er seine Schritte nach dem Spitalplatz leiten; früher war es das Cordeliers Kloster, das ausser den Mauern, im Jahre 1620, von den ehemaligen Vicegrafen von Limoges gegründet wurde. Die breite Eugène-Le-Roy Strasse wird den Spaziergänger bis zu den Alleen führen.In ihrem Schatten kann er vor dem Ueberbleibsel der Cordeliers Sakristei träumen (Türmchen und breites Fenster mit Mittelfriesen des XV. Jahrhunderts). Der weite Alleenüberblick nach den Felsen von St-Martin ist heutzutage mit dem Standbild des Feldmarschalls Bugeaud, das von Algier ins Vaterland zurückgebracht wurde, verziert.

Vom Ende der Alleen soll der Spaziergänger nicht verfehlen, bevor er seinen Rundgang beendet, den Imponierenden Sitz des Schlosses zu bewundern. Ein Weg für Fussgänger, langs « der Prade », dann eine ansteigende Gasse, werden ihn bis zum Anfangspunkt zurückführen.
 





*:.Obiwane